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Die Jesuiten in Vietnam P. Joseph Hoang Van Quang SJ informiert in einem Lagebericht über die Jesuiten und ihre Geschichte in Vietnam: Obwohl das Christentum schon 1533 Eingang in Vietnam fand, ist die Saat der Frohen Botschaft doch erst mit der Ankunft der Jesuiten 1615 im ganzen Land aufgegangen. Zwischen 1615 und 1773 haben die Jesuitenmissionare ein festes Fundament für die Katholische Kirche Vietnams gelegt. In diesen 158 Jahren kamen 77 Jesuiten in den Norden Vietnams, 95 in den Süden, und 33 vietnamesische Jesuiten wurden für den Dienst in ihrem Land ausgebildet. Es waren die Jesuiten, vor allem P. Alexander De Rhodes SJ, die das lateinische Alphabet dazu verwendeten, vietnamesische Laute darzustellen, und die die vietnamesische Schrift entwickelten. Dadurch wurde es für das vietnamesische Volk möglich, mehr über die Welt außerhalb ihres Landes und über die Heilige Schrift zu erfahren. Als jedoch Papst Klemens XIV. die Gesellschaft Jesu 1773 auflöste, mussten die Jesuiten in Vietnam ihre Missionstätigkeit abbrechen; und obwohl Papst Pius VII. die Aufhebung 1814 rückgängig machte, kehrten die Jesuiten offiziell erst am 24. Mai 1957 nach Vietnam zurück. Ihr Hauptaugenmerk nach der Rückkehr ins Land galt der Ausbildung von Priestern für die Missionsgebiete Südostasiens. Sie führten das Collegium Pontificium Pii X. in Dalat, aus dem 14 Bischöfe und 250 Priester hervorgegangen sind, die in den Diözesen Vietnams mit ihren mehr als sechs Millionen Katholiken arbeiteten. Außerdem lehrten die Jesuiten Sozial- und Geisteswissenschaften an den Universitäten von Saigon, Dalat und Hue und leisteten so einen positiven und wirkungsvollen Beitrag zur Entwicklung des Landes. Auch leiteten sie zwei Kulturzentren: das Alexander De Rhodes-Zentrum mit einer Bibliothek, einem Studentenheim und einem Fernseh-Aufnahmestudio sowie das Xaver-Zentrum für Studenten in Hue. Als die Kommunisten 1975 die Macht in Südvietnam übernahmen, mussten alle ausländischen Jesuiten das Land verlassen. Bleiben konnten nur die vietnamesischen Jesuiten, nämlich 11 Priester, 10 Scholastiker, ein Bruder, vier Novizen und 15 Kandidaten. Das Leben in einer kommunistischen Gesellschaft war mit Schwierigkeiten verbunden, aber dank Gottes Barmherzigkeit und Schutz konnten die Jesuiten weiterhin bestehen, sich entwickeln und dem Gottesvolk in Vietnam dienen. Am 14. Juli 2007 wurde die Region Vietnam zur Provinz Vietnam erhoben; Berufungen erlebten eine Blüte, und im Jahr 2010 gab es 42 Jesuitenpriester, 75 Scholastiker, 223 Brüder, 22 Novizen und 100 Kandidaten. Heute besteht die wesentliche Tätigkeit der Vietnamesischen Ordensprovinz darin, die Berufung und Ausbildung von Jesuiten zu fördern. Viele junge Männer wollen Gott und den Menschen dadurch dienen, dass sie Jesuiten werden.
Quelle: Jesuit Communications Australia – Province Express, Juli 2011 Die österreichische Jesuitenmission ist schon seit vielen Jahren in Vietnam tätig: Über das Zentrum für Sozialprojekte „Alberto Hurtado“ wird Aus- und Fortbildung von Gemeindeleitern unterstützt. Gemeinsam mit „Kirche in Not“ konnte außerdem der Bau der Pfarrkirche von Tao-Tac in Dalat ermöglicht werden. zurück
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