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  Geistliche Begleitung, ein Tria-log

Geistliche Begleitung
 
 

 
 
Ziel

Fragen wir nach dem Sinn und Ziel von geistlicher Begleitung, dann lässt sich dies treffend mit folgendem Satz umschreiben: Sie will die «Unmittelbarkeit Gottes mit seinem Geschöpf fördern» (Willi Lambert SJ). Das biblische Grundverständnis geht davon aus, dass Gott dem Menschen näher und innerlicher ist als dieser sich selbst, ihn aus Liebe beruft und in Treue begleitet. So kann der Mensch immer mehr in das hineinfinden, wozu er in seinem Tiefsten von Gott gemeint und geschaffen ist.

Anders ausgedrückt geht es um die Entdeckung der eigenen Be-ruf-ung. Will jemand den Ruf Gottes für sein Leben vernehmen, dann ist er angehalten, ge-hor-sam zu werden gegenüber sich selbst und der Wirklichkeit, die ihn umgibt. (Gehorsam kommt ja bekanntlich von «hören».) Daher will geistliche Begleitung im Menschen die Sehnsucht schüren, «Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden», wie Ignatius von Loyola es ausdrückt.

Gefördert wird eine Art Spiritualität, welche sich nicht in der reinen Innerlichkeit verliert, sondern im Alltag die Gottverbundenheit aufs engste verknüpft mit dem Dienst am Leben. Es geht, ignatianisch ausgedrückt, um den Menschen, der «in actione contemplativus», und damit Mitarbeiter und Mitarbeiterin Gottes in seiner Sorge für die Welt wird.


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