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Aufhebung des Jesuitenverbots – 40 Jahre danach Am 20. Mai diesen Jahres sind es vierzig Jahre seit der überfälligen Beseitigung der sog. «konfessionellen Ausnahmeartikel» in der Bundesverfassung von 1874, des Jesuitenartikels (Art.51) und des Klosterartikels (52). Eine Analyse von P. Josef Bruhin. Zum ganzen Text... Pfingstliches Wirken Gedanken von P. Franz-Xaver Hiestand SJ. Zum ganzen Text...
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24. April 2013 |
"Lieber Papst Franziskus, gönne Dich Dir selbst" Kolumne von Niklaus Brantschen SJ erschienen in „Schweiz am Sonntag“ vom 21. April 2013 Zum ganzen Text... Artikel von P. Christian Rutishauser SJ in der NZZ Nr. 76 vom 3. April 2013 Zum Artikel...
Kommentar von P. Toni Kurmann SJ (Missionsprokurator der Schweizer Jesuiten) zur Wahl von Papst Franziskus
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Ergänzende Erklärung von Pater Franz Jalics SJ Franz Jalics SJ war einer der beiden Jesuiten, um die es in der Berichterstattung über den Provinzialoberen Pater Jorge Bergoglio, den jetzigen Papst Franziskus, ging. Nach einer ersten Erklärung vom vergangenen Freitag, dem 15. März 2013, präzisiert Pater Jalics seine Ausführungen heute Mittwoch, den 20. März. Der Text der Erklärung: Seit meiner Erklärung vom 15. März dieses Jahres habe ich sehr viele Anfragen bekommen, deswegen möchte ich folgendes ergänzen. Ich fühle mich dazu nahezu verpflichtet, weil manche Kommentare das Gegenteil dessen bedeuten, was ich gemeint habe. Dies sind nun die Tatsachen: Orlando Yorio und ich wurden nicht von Pater Bergoglio angezeigt. Wie ich in meiner früheren Erklärung deutlich gemacht habe, sind wir wegen einer Katechetin verhaftet worden, die zuerst mit uns zusammenarbeitete und später in die Guerilla eintrat (aufgrund eines Übersetzungsfehlers wurde sie in der vorigen Erklärung als Mann bezeichnet). Dreiviertel Jahre lang haben wir sie nicht gesehen. Zwei oder drei Tage nach ihrer Verhaftung wurden dann auch wir festgenommen. Der Offizier, der mich verhört hat, bat um meine Dokumente. Als er sah, dass ich in Budapest geboren war, hielt er mich für einen russischen Spion. In der argentinischen Jesuitenprovinz und in kirchlichen Kreisen wurden schon in den Jahren davor falsche Informationen verbreitet, dass wir darum ins Elendsviertel gezogen sind, weil wir selber zur Guerilla gehörten. Das war aber nicht der Fall. Meiner Vermutung nach sind diese Gerüchte aber der Grund, weswegen wir nicht sofort freigelassen worden sind. Früher neigte ich selber zu der Ansicht, dass wir Opfer einer Anzeige geworden sind. Ende der 90er Jahre aber ist mir nach zahlreichen Gesprächen klar geworden, dass diese Vermutung unbegründet war. Es ist daher falsch zu behaupten, dass unsere Gefangennahme auf die Initiative von Pater Bergoglio geschehen ist. Franz Jalics SJ "Vorwürfe halten den Fakten nicht stand" - Interview mit Provinzial Christian M. Rutishauser SJ
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Stellungnahme von P. Franz Jalics SJ
Die Schweizer Jesuiten freuen sich sehr über die ersten Worte, Ansprachen und Gesten des neuen Papstes Franziskus und danken ihm schon jetzt dafür. Im Zusammenhang mit der weltweit geführten Diskussion über seine Rolle in der Zeit der argentinischen Militärdiktatur veröffentlichen wir die folgende Stellungnahme unseres Mitbruders P. Franz Jalics SJ, der im Jahre 1976 ein Opfer der argentinischen Militärdiktatur war. Christian Rutishauser, Provinzial der Schweizer Jesuiten
Stellungnahme von P. Franz Jalics SJ...
Franziskus – ein Jesuit auf dem Stuhl Petri
Einen Jesuiten als Papst zu haben, ist ein historisches Novum. Wir freuen uns als Mitbrüder. Zugleich wissen wir um die hohen Erwartungen und die schwierigen Aufgaben, die vor Jorge Maria Bergoglio liegen. Mit besten Wissen und Gewissen wird er sein Amt angehen. Die Spiritualität und Weisheit, die er im Orden einst erlernt hat, mögen ihm, der Kirche und darüber hinaus allen Menschen zugutekommen. Wie allen seinen Vorgängern wird der Jesuitenorden ihm bei seinem Dienst an der universalen Kirche zur Seite stehen. Wie bei seinen Vorgängen wird es aber auch Spannungen geben. Dies gehört zu jedem echten gemeinsamen auf dem Weg Sein. Zu einer Weggemeinschaft hat der neue Papst beim ersten Auftritt eingeladen. Wir nehmen sie an. Mit der mutigen Namenswahl von Franziskus setzt Jorge Maria Bergoglio zudem ein Zeichen des Neuanfangs. Weniger Franz-Xaver, den Mitbegründer der Jesuiten, als vielmehr Franz von Assisi hat er wohl als Namenspatron gewählt. So ruft er die frei gewählte Armut als Mittel in Erinnerung, die soziale Armut zu überwinden. Das ist eine Botschaft von Lateinamerika auch für den ökonomisierten Norden. Geschwisterlichkeit verspricht zudem der Name. Bischof von Rom will er sein. Keinen anderen Titel hat er nach seiner Ernennung erwähnt. Und als Bischof von Rom will Bergoglio dem Volk und der Welt dienen. Er kennt die politischen Herausforderungen, die auf ihn warten. Unter der Militärdiktatur von Argentinien war er schon in führender Position. Sein starker Gestaltungswille möge ihm helfen, vor allem aber das Hören auf das Wirken des Heiligen Geistes. Christian Rutishauser, Provinzial der Schweizer Jesuiten
Interview mit Provinzial P. Christian M. Rutishauser SJ zur Papstwahl
Interview in 20 minuten ONLINE vom 13. März 2013 Zum ONLINE Interview ...
Im Dienst des Petrusdienstes Zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Papst Benedikt tritt zurück. Nicht zu einem einzelnen Papst, doch zum Papsttum haben die Jesuiten eine besondere Beziehung. Das Leben für die weltweite Kirche in der Zusammenarbeit mit dem Petrusdienst ist für sie konstitutiv. Der mutige Schritt des Rücktritts von Papst Benedikt, ganz ausgerichtet auf ein möglichst gut geführtes Petrusamt, ist vorbildhaft. Seine Kräfte haben angesichts des fortgeschrittenen Alters nachgelassen, er ist in sich gegangen und hat entschieden: So wie Johannes Paul II. in den letzten Jahren durch Schwäche und Krankheit gewirkt hat, wird Benedikt durch Gebet und vielleicht auch durch Schreiben weiter wirken; wer weiss es. Das Amt eines "Altpapstes" ist neu. Er wird es zu gestalten haben. Altbekannt hingegen ist das Wahlverfahren eines neuen Papstes. Die Jesuiten werden auch ihm ihren Dienst für die Kirche und für ein zeitgemässes, mit Freude gelebtes Christsein zur Verfügung stellen. In der Zeit der Reformation entstanden, haben sie eine besondere Sensibilität für die Einheit der Kirche. Im 16. Jahrhundert prägten sie die katholische Reform. Im 20. Jahrhundert formten sie das Zweite Vatikanische Konzil wesentlich mit und wirken heute für Glaube und Gerechtigkeit, Ökumene und Dialog. Den Geist des Konzils gilt es in allen Ländern, in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen und im Kontext einer postmodernen Welt zu leben. Das ist Katholizität heute. 2008 hat Papst Benedikt dem Orden dafür bei dessen 35. Generalkongregation persönlich gedankt. Er hat herausgestrichen, wie wichtig es in dieser Zeit ist, "die wahre und gesunde katholische Lehre" zu fördern. Und weiter fügte er hinzu: "Das Werk der Evangelisation der Kirche zählt deswegen sehr auf die Verantwortlichkeit in der Ausbildung, die die Gesellschaft (Jesu) auf dem Feld der Theologie, der Spiritualität und der Mission ausübt." Gerne nehmen die Jesuiten diesen Auftrag von Papst Benedikt über das Ende seiner Amtszeit hinaus wahr. P. Christian Rutishauser SJ, Provinzial
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29. Januar 2013 |
Zen das Geschenk des Ostens Begegnung mit dem Jesuiten Niklaus Brantschen Immer mehr buddhistische Gruppen und Zentren gibt es in der Schweiz: Buddhismus scheint angesagt zu sein. Weniger bekannt ist, dass auch Christen sich intensiv mit der asiatischen Religion auseinandersetzen. Ein Pionier der ersten Stunde ist Niklaus Brantschen. Wir haben den Jesuiten und Zen-Meister in Edlibach im Kanton Zug besucht... Erschienen in: Leben & Glauben. Heft 3 (2013) und Sonntag. Heft 3 (2013), S. 14-17 Zum ganzen Artikel...
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13. Januar 2013 |
DOMINUS PROVIDEBIT und das liebe Geld Von Niklaus Brantschen SJ Entscheidende Dinge können wir nicht machen oder kaufen. Das Leben schon gar nicht. Eine Hochzeitspredigt über die Vorsehung. Erschienen in der "Südostschweiz" vom 13. Januar 2013. Zum ganzen Text... „Gedanken zum Weihnachtsfest - Leuchtspur“. Artikel von P. Franz-Xaver Hiestand SJ, Leiter des Aki veröffentlicht im "forum", Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich, vom 20.12.2012 Hinter vielen Festen liegt eine Erzählung – hinter dem Weihnachtsfest eine besonders wundervolle – und eine besonders skandalöse: Gott, der Anfang und Ende ist, Gott der Unaussprechliche, der unendlich Andere, ist in einem wimmernden Wesen, im Juden Jesus von Nazareth, Mensch geworden. Im Lukas-Evangelium sagt es der Engel den Hirten so: «Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.» Diese Sätze fassen das Wunder und den Skandal in Worte. Mit ihnen leuchtete vor 2000 Jahren in unserer Welt eine Spur auf, die sich nicht mehr verwischen lässt. Was bedeutet das? Zum ganzen Artikel... „Ein Flüchtling lebt ohne Vergangenheit und ohne Zukunft“. Interview von DRS 2 mit P. Peter Balleis, Direktor des JRS. Während eines Zwischenhaltes in Zürich sprach P. Peter Balleis SJ, der Direktor des Internationalen Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS, Jesuit Refugee Service) mit Radio DRS 2 darüber, wie das Leben als Flüchtling in theologischer Sprache gedeutet werden kann. Für ihn leben Flüchtlinge im „Advent“. Sie haben Unheil, Krieg, Besetzung hinter sich. Was sie am Leben hält, sei die Hoffnung auf das, was wir „Weihnachten“ nennen. Zum Radiointerview...
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2. Dezember 2012 |
"Nicht ist die Liebe gelernt!" „Wer seinen Nächsten wirklich liebt, schenkt ihm sein Herz.“ So titelte vor einigen Wochen der Tages Anzeiger. Hinter dieser Schlagzeile auf der ersten Seite vermutete ich eine Love-Story. Doch dann erfuhr ich im Inneren des Blattes, dass es um Organspende geht. Wir sollten, so hiess es dort, rechtzeitig dafür sorgen, dass wir für andere Menschen von Nutzen sein können - auch nach dem Tod. Und zu Lebzeiten? Ich kenne eine Frau, die seit Jahren unter meiner Leitung Zen praktiziert. Das gibt ihr unter anderem die Kraft, ihren vielfältigen Aufgaben in Beruf, Familie und Gesellschaft nachzukommen. Vor zwei Jahren nun sagte sie mir, sie habe beschlossen, eine Niere zu spenden. Ein Mann aus ihrem weiteren Bekanntenkreis brauche dringend eine. Dessen Verwandten könnten oder wollten nicht spenden. Da habe sie den Mann auf der Strasse angesprochen und ihm gesagt, sie könne ihm helfen. Es ging dann alles sehr rasch. Der Empfänger lebt. Die Spenderin ist froh, getan zu haben, was für sie richtig war. Solche Liebe will eingeübt sein. Denn die Ars amandi, die Kunst zu lieben, ist die anspruchsvollste aller Künste, und man lernt sie wohl nie ganz. So behält Rilke recht, wenn er sagt: „Nicht ist die Liebe gelernt!“ Und doch lohnt sich der Versuch, sie zu erlernen. Dabei verweise ich gerne auf das klassisch gewordene Buch von Erich Fromm: Die Kunst des Liebens. Fromm nennt vier Voraussetzungen: Disziplin. Man könnte meinen, der heutige Mensch habe ein Gespür für Disziplin, wird er doch in der Schule und besonders in der Arbeit dazu angehalten. Richtig, aber es entsteht dabei auch ein gewisser Überdruss. In der Freizeit wenigstens möchten wir uns gehen lassen. Doch ohne Disziplin ist menschliches Leben und Lieben nicht möglich. Erich Fromm sagt es so: Ohne Disziplin wird das Leben zersplittert und es fehlt an Konzentration. Konzentration. Wir verstossen so leicht gegen die bewährte Regel: Sei ganz in dem, was du tust und tue es ganz. Wir freuen uns ein bisschen, weinen ein bisschen, arbeiten ein bisschen oder auch viel, spielen ein bisschen, lieben ein bisschen, streiten ein bisschen und versöhnen uns ein bisschen, wir sind ein bisschen glücklich und ein bisschen unglücklich. Und tausendmal „ein bisschen“ gibt nichts Ganzes - auch nicht in der Liebe. Geduld. Ich meine nicht das müssige, bequeme Abwarten, das zu sagen scheint: Er oder sie wird sich dann schon noch ändern. Geduld, die ich meine, ist jene Haltung, die dem Bemühen um eine gelungene Beziehung Ausdauer verleiht. Geduldig auf die Äusserungen, auch die non-verbalen des Partners oder der Partnerin zu achten und das Gespräch auf konstruktive Weise zu führen, verlangt einen langen Atem - und dieser bekommt der Liebe gut. Wichtigkeit. Von der Wichtigkeit der Liebe überzeugt sein, ist die vierte Voraussetzung. Es ist eine alte Tatsache, dass wir Zeit und Raum nur für etwas finden, das uns am Herzen liegt. Wer etwa die Arbeit ins Zentrum stellt und das Leben und die Liebe darum herum organisiert, verpasst das Leben und verliert die Fähigkeit, zu lieben – und sich lieben zu lassen. Es ist Adventszeit. Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Liebe. Wenn Liebe darin besteht, dass Liebende von dem geben, was sie haben, dann müssen wir nicht lange fragen, was wir Gott an Weihnachten mit dem Menschgewordenen zusammen anbieten. Gott hat ja weder Hand noch Fuss noch Beine. An uns ist es, ihm Beine zu machen – indem wir Schritte zu den andern hin tun. Niklaus Brantschen SJ, Bad Schönbrunn www.lassalle-institut.org Sonntagskolumne Südostschweiz, 2. Dezember 2012
P. Toni Kurmann SJ, Leiter der Jesuitenmission, im Gespräch mit dem Sender „züriplus“ über „Mission heute“.
Zur Sendung ...
Weitere Beiträge über das Wirken von P. Nawras Samour SJ
Zu finden bei der Jesuitenmission.
Flüchtlingsarbeit der Jesuiten in Syrien
P. Nawras Sammour SJ im Schweizer Fernsehen
„Wir Jesuiten waren und bleiben in Syrien und können dort auch helfen“, sagt P. Nawras Sammour SJ vom Jesuitenflüchtlingsdienst aus Damaskus. Journalisten der Sendungen „10 vor 10“ und „Sternstunde“ des Schweizer Fernsehens interviewten ihn. P. Nawras Sammour SJ in der Sendung « 10 vor 10 » vom 13. November 2012. Zur Sendung...
Ergänzend zur Sternstunde Religion mit Nahostexperte Michael Lüders am 11.11.2012 hat Redaktor Christian Walter die Sicht von Nawras Sammour SJ auf die Situation in seinem Heimatland fürs Web festgehalten. Zur Sendung...
Millionen Menschen befinden sich in Not
Der Jesuit Nawras Sammour über die Situation in Syrien
Von Georges Scherrer / Kipa
Zürich, 5.11.12 (Kipa) Bisher gelang das Überleben in Damaskus mehr oder weniger gut. Jetzt werden die Engpässe grösser, sagt Nawras Sammour (44), Regionaldirektor des Jesuitenflüchtlingsdienstes Mittler Osten und Nordafrika, bei einer Begegnung am Montag mit der Presseagentur Kipa. Der Jesuit ruft die Weltöffentlichkeit auf, von der Idee abzukommen, Gewalt könne zum Frieden in Syrien führen. Nötig seien Dialog und die Achtung der Menschenwürde. Mehr ...
Flüchtlingsarbeit der Jesuiten in Syrien unter Extrembedingungen.
Gespräch von Radio DRS mit P. Nawras Sammour SJ. Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten ist eines der wenigen Hilfswerke, die in Syrien immer noch aktiv sind. Der aus Aleppo stammende Nawras Sammour SJ leitet die Organisation. Er äussert sich gegenüber Radio DRS zur Lage im Land und schildert die schwierigen Bedingungen, unter denen seine Mitarbeiter zu helfen versuchen. zum Radiointerview ...
Der Austausch von Wissen als Brücke zwischen Europa und China Hinweis auf eine Ausstellung Idee und Anregung zur Ausstellung “Europa trifft China – China trifft Europa“ gehen auf Erich Zettl, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz zurück. Sie wurden zunächst im Juni 2010 vom Bodensee-Institut für interkulturelle Bildung und Zusammenarbeit (BIIB) an der Universität Zürich im Lichthof erfolgreich umgesetzt. In vielen Gesprächen mit der Leitung der Bonner Gesellschaft für Chinastudien (BGCS) und Ostasien-Institut e.V. (OAI) reifte ein neues Konzept für die Kunst-und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) in Bonn heran. Mehr ...
| Bad Schönbrunn | 20. Oktober 2012 | Zwischen „schon“ und „immer noch“ „Gibst du noch Kurse?“ – „Hältst du noch Vorträge?“ – „Schreibst du noch Bücher?“ Das werde ich in letzter Zeit häufig gefragt. Meine Antwort ist jeweils kurz und bündig: Ja, ich gebe noch, halte noch, schreibe noch. Das ist nicht selbstverständlich, darf ich doch diese Woche meinen 75. Geburtstag feiern. Da muss ich mir solche Fragen schon gefallen lassen. Bald werden die „Noch-Fragen“ zu „Immer-noch-Fragen“. Und irgendwann fragt man: „Was, der lebt noch?“ Kolumne von Niklaus Brantschen SJ ... Antoine Audo SJ: Aleppo zwischen Unsicherheit, Armut und Solidarität "In Aleppo sind die Menschen völlig erschöpft nachdem sie sich seit über drei Monaten mit Unsicherheit, Arbeitslosigkeit und Armut konfrontiert sehen während die Schulen geschlossen bleiben und Medikamente und Ärzte fehlen. Trotzdem gibt es eine große Solidarität zwischen de Familien und viele junge Menschen werden aktiv und helfen den Armen", sagt der chaldäische Bischof von Aleppo und Vorsitzende von Caritas Syrien, Antoine Audo SJ zur Lage in Aleppo. Auch die Bischofssynode zur Neuevangelisierung hat am Dienstag einen Friedensappell an Syrien gerichtet. Bei der Zusammenkunft mit dem Papst wurde ein entsprechender Aufruf verfasst und die Synodenväter beteten für die Opfer. "Was uns besonders traurig macht", so der Bischof, "ist die psychologische Erschöpfung der Menschen, die viele christliche Familien dazu treibt, das Land zu verlassen. Ein Trost ist für uns das Augenmerk des Heiligen Vaters und seine Worte, die im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben enthalten sind, das er uns bei seinem Libanonbesuch überreichte. ... Wir halten uns an seinen Lehren fest", so Antoine Audo SJ abschließend, damit es uns gelingt Tag für Tag weiter zu machen und unseren karitativen Dienst unter den Armen und im Bemühen um Frieden zu leisten. Dabei wollen wir das Wort Gottes hören und die Eucharistie feiern." (Fidesdienst) Jesuit Refugee Service: Bildungsprogramme für Frauen fördern die ganze Gesellschaft Bildungsprogramme für Frauen in Burundi kommen der ganzen Gesellschaft eines der ärmsten afrikanischen Länder zugute. In solche Bildungsprogramme investiert deshalb auch das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten (Jesuit Refugee Service, JRS), denn diese Frauen sind die eigentliche Antriebskraft der burundischen Gesellschaft und haben trotzdem oft keinen Zugang zum Bildungssystem. Nur 31% der burundischen Mädchen besuchen nach Angaben der UNESCO nach der Grundschule weiterführende Schulen. Dabei würde eine umfassendere Bildung für Mädchen diese nicht nur mehr persönliches Selbstbewusstsein vermitteln, sondern auch zur Entwicklung der einzelnen Gemeinschaften und der ganzen Gesellschaft beitragen. Mehr ... Weil die Nöte so gross sind. Zur Pfarrei-Initiative Kürzlich wurde in der Schweiz die sogenannte Pfarrei-Initiative lanciert. Sie lehnt sich an die österreichische Pfarrer-Initiative an, deren Inhalte gemäss einer Umfrage des ORF von etwa zwei Dritteln der österreichischen Pfarrer unterstützt werden. (1) Unter anderem fordern die Österreicher, dass jede Pfarrei von einem Vorsteher, der vor Ort lebt, geleitet wird, und sprechen sich dafür aus, dass auch Frauen und verheiratete Männer die Priesterweihe erlangen können. Kommentar von Franz-Xaver Hiestand SJ ... Jesuit mit "Ratzinger-Preis 2012" ausgezeichnet Ein US-Jesuit und ein französischer Philosoph bekommen den „Ratzinger-Preis 2012“ für herausragende theologische Leistungen: Das wurde an diesem Freitag im Vatikan bekannt. Papst Benedikt überreicht die Auszeichnung persönlich am 20. Oktober an die beiden Geehrten. Es handelt sich zum einen um US-Jesuit Brian E. Daley, ein Fachmann auf dem Gebiet der Kirchenväter. Zweiter Preisträger ist Rémi Brague; der französische Philosoph und Geistesgeschichtler hat u.a. den Romano-Guardini-Lehrstuhl in München inne. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und wird zum zweiten Mal von der „vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger - Benedikt XVI.“ ausgelobt. Die Entscheidung für die diesjährigen Auszeichnungen wurde vom italienischen Kardinal Camillo Ruini vor der Presse erläutert. (radio vatikan) Antoine Audo SJ: "Die ermutigenden Worte des Papstes waren auch in Aleppo zu hören" Der Besuch von Papst Benedikt XVI. hat auch die Christen in Aleppo ermutigt. Die Stadt ist seit zwei Monaten Schauplatz heftiger bewaffneter Gefechte zwischen Rebellen und der syrischen Armee. Dies betont der chaldäische Bischof Antoine Audo SJ von Aleppo, der auch Präsident von Caritas Syrien ist. Er und die anderen katholischen Bischöfe der Stadt konnten nicht am Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon teilnehmen. Diese Erfahrung habe ihnen jedoch auf besonderer Weise die enge Gemeinschaft mit dem Petrusnachfolger bewusst gemacht: "Als Bischöfe von Aleppo", so Bischof Audo, "hatten wir uns in einer gemeinsamen Botschaft vor dessen Abreise in den Libanon an den Papst gewandt. Nachdem wir seine Worte gehört und seine Gesten gesehen haben, hatten wir den Eindruck, als ob Papst Benedikt XVI. unsere Botschaft gelesen habe. Mit seinen Worten und seinen Gesten wollte er uns sagen, dass er unsere Sicht der Dinge teilt, was das Leiden unseres Volkes anbelangt." Mehr...
| Bad Schönbrunn | 9. September 2012 | Laster und Tugenden Ethik statt Monetik lautet der Titel einer meiner Vorträge für Führungskräfte. Das Thema wird oft verlangt. Das überrascht nicht. Denn man weiss inzwischen durch viele schlechte Beispiele, wie sehr Geld gierig machen und zur Maßlosigkeit verführen kann. Und genau dies meint Monetik. Es ist die Haltung, die sich definieren lässt als Herrschaft des Geldes über das Denken und Handeln. Wen wundert`s da, dass der Ruf nach ethischen Prinzipien und deren Fundament, den Tugenden, ertönt: in der Geldwirtschaft, in der Wirtschaft überhaupt, ja in allen Bereichen des privaten und gesellschaftlichen Lebens. Kolumne von Niklaus Brantschen SJ ...
| Mailand | 10. September 2012 | Gibt es eine Hoffnung für die Kirche? Ein Gespräch von Georg Sporschill SJ und Federica Radice Fossati Confalonieri mit Kardinal Martini SJ, Mailand, am 8. August 2012 Wie sehen Sie die Situation der Kirche? Die Kirche in den Wohlstandsländern Europas und Amerikas ist müde geworden. Unsere Kultur ist alt, unsere Kirchen sind groß, Häuser sind leer, die Organisation wuchert, unsere Riten und Gewänder sind prächtig. Doch drücken sie das aus, was wir heute sind? Dienen die Kulturgüter, die wir zu pflegen haben, der Verkündigung und den Menschen? Oder binden sie zu sehr unsere Kräfte, so dass wir uns nicht bewegen können, wenn eine Not uns bedrängt? Mehr ... Hoffnungen auf klare Linie bei Papstbesuch Viele Erwartungen im Nahen Osten gelten der bevorstehenden Papstreise in den Libanon. Die Christen erhoffen sich vom Papst eine klare Linie, um die Erneuerung des Christentums und insbesondere des Katholikentums voranzutreiben, aber auch um die Mitarbeit aller Christen untereinander stärken - das erklärte einer der anerkanntesten Fachleute für den christlich-muslimischen Dialog, der ägyptische Jesuit und Islamwissenschaftlter Samir Khalil Samir SJ, der den Vatikan in Islamfragen berät. Pater Samir rechnet fest damit, dass die Papstvisite im Libanon wie geplant von 14. bis 16. September stattfindet und nicht wegen der Gewalt im Nachbarland Syrien verschoben werden muss. Mehr ... Generaloberer Adolfo Nicolás SJ: Ein Ki für Gefahr, ein Ki für Chance Es hat Seltenheitswert, dass der Generalobere der Jesuiten einmal ein Interview gibt. Jetzt hat sich Adolfo Nicolás SJ im Gespräch mit Radio Vatikan zum Thema Finanz- und Wirtschaftskrise geäußert. Und dabei einen „Rettungsschirm“ besonderer Art vorgeschlagen: die Familien nämlich. Sie zeigten der größeren Familie, nämlich der Menschheitsfamilie, einen Ausweg aus der Krise. „Man kann schon sagen, dass die Familie dafür eine gewisse Basis sein kann. Und mir scheint da auch der Vergleich zwischen Familie und Menschheit wichtig. In der Familie zuhause lernt man, sich selbst weniger wichtig zu nehmen. Es ist keine einseitige Beziehung, die man da einübt, sondern eine, die auf Interaktion und auf Gegenseitigkeit beruht: Man darf nicht egoistisch sein. Und ich glaube, dass wir das auch in der Menschheitsfamilie jetzt immer stärker lernen.“ Wie Papst Benedikt in seiner berühmten Rede im Deutschen Bundestag 2011 sieht auch Nicolás das gesteigerte Interesse am Schutz der Umwelt als einen Beleg dafür, dass der Menschheit ihre geteilte Verantwortung immer klarer wird. „Wir sehen doch immer deutlicher, wie wichtig die Ökologie für die Familie der Menschheit ist. Es ist nicht nur die Natur, wie Luft oder Wasser, die Schaden nimmt; es sind nicht nur andere Lebewesen wie die Gorillas, denen wir schaden. Es sind immer alle betroffen – und als Menschheitsfamilie lernen wir dadurch auch, was wir uns als Menschheit selbst bedeuten. Zu Zeiten des heiligen Ignatius ging man wie heute durch einen enormen historischen Wandel, einen kulturellen wie gesellschaftlichen Wandel. Man musste die alten Gewißheiten fahrenlassen – z.B. dass man immer vom kleinen, begrenzten Europa ausging. Aber heutzutage ist Europa so klein, und wir wissen jetzt, dass Asien unglaublich reiche Kulturen besitzt... und wir sind eigentlich gerade erst dabei, den Reichtum, die Tiefe und die Werte der Menschen in Afrika zu entdecken. Diese Blickerweiterung kann uns Hoffnung geben: Wir können daraus neuen Elan, neue Perspektiven, einen neuen Horizont erschließen.“ Die Krise ist für den „Schwarzen Papst“, wie er manchmal in den Medien genannt wird, also vor allem eine Gelegenheit, sich aufs Menschliche zurückzubesinnen und die Perspektive zu ändern. „Die Krise ist eine neue Möglichkeit. Auf Chinesisch, Japanisch und auch auf Koreanisch heißt Krise „Kiki“: Das erste „Ki“ steht darin für Gefahr, das zweite hingegen bedeutet „Chance“. In diesen Traditionen ist es also ganz klar, dass wir durch eine Krise wachsen, wie ein Mensch auch wächst. Ich selbst denke von mir, dass ich in meinem Leben gerade aus den schwierigsten Situationen heraus immer am meisten gewachsen bin. Wenn stetig alles glatt verläuft (wie wir vor 30 Jahren noch dachten, dass es das würde), dann wächst man wenig. Aber jetzt, wo die Dinge kompliziert sind, haben wir die Möglichkeit, das Allermenschlichste zu vertiefen, und was das Ehrlichste ist, das in jedem von uns steckt.“ (radio vatikan)
| Bad Schönbrunn | 28. Juli 2012 | Was nichts kostet, ist nichts wert?! Am Bahnhof in Basel vor drei Wochen. Eine Frau spricht mich von der Seite her an: „Einen Gruss von Jesus!“ „Von ihm ganz persönlich?“, frage ich. „Nicht direkt, aber lesen Sie hier“, und sie drückt mir ein Blatt in die Hand mit dem Titel „Umsonst?!“ Ich lese: An der Tower-Bridge in London stand ein englischer Lord. Neben sich hatte er ein Gefäss, angefüllt mit Goldmünzen. Er wollte Stück für Stück verschenken. „Ein Goldstück – umsonst!“, rief er unaufhörlich in die Menge der vorbeihastenden Passanten. „Ein Goldstück – umsonst!“ Nach einer Stunde zog der Mann lächelnd ab. Er hatte mit ein paar Freunden um eine hohe Summe gewettet, dass ihm die Leute nicht glauben würden, wenn er echtes Gold gratis anböte. Er gewann die Wette. Die Freunde hatten das Nachsehen. Kolumne von Niklaus Brantschen SJ... Jesuiten-Flüchtlingsdienst kritisiert EU-Grenzschutz Mehr Solidarität in Europa mit Flüchtlingen mahnt Martin Stark SJ vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst an. Es könne nicht sein, dass „Gerichte letztendlich immer das zurechtrücken müssen, was Politik nicht schafft hinzubekommen“. Martin Stark SJ kritisiert den EU-Grenzschutz. Es sei unverständlich, dass im Mittelmeer Flüchtlinge unentdeckt blieben und verdursteten. Genau dies war vor einigen Tagen mit 54 Afrikanern passiert. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio sagte Stark zur Situation in Deutschland: „Deutschland sieht das sehr gelassen. Innerhalb von Europa gelegen, umgeben von sogenannten sicheren Drittstaaten, ist es für Flüchtlinge fast gar nicht möglich, legal nach Deutschland reinzukommen, sondern das Problem wird den Ländern an den Außengrenzen überlassen. Es fehlt in Europa ein vernünftiger Verteilmechanismus, eine solidarische Aufteilung der ankommenden Flüchtlinge, so etwas gibt es bisher in unserem europäischen Asylsystem nicht.“ Er sehe aber, dass sich im europäischen Recht etwas ändere, räumte der Jesuit weiter ein. Stark nennt hier unter anderem als Beispiel den Entscheid des deutschen Bundesverfassungsgerichtes vom Mittwoch zu den Bezügen der Asylbewerber. „Dass Gerichte sagen, es ist mit dem Europäischen Menschenrechtsschutz nicht vereinbar, dass die Lage so ist, dass nach Griechenland oder Italien zurückgeschoben wird, ohne vorher zu prüfen, ob die Lage überhaupt aussichtsreich ist. Gerade am Mittwoch haben wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gehabt, wo das Gericht endlich nach fast 20 Jahren sagt: Das kann nicht sein, dass die Sätze 20 Jahre lang unverändert waren und die Menschen 40 Prozent weniger als das bekommen, was normalerweise für das Existenzminimum angesehen wird.“ Das Karlsruher Gericht hatte entschieden, dass die Sozialleistungen für Flüchtlinge in Deutschland erhöht werden müssen. Das Asylbewerberleistungsgesetz verstoße gegen das Grundgesetz, weil die Leistungen unterhalb des Existenzminimums lägen. (radio vatikan) Hans Zollner SJ zur Missbrauchsprävention: „Viele Länder hinken noch hinterher“ Das Internationale Symposium zu kirchlichem Missbrauch, das im Februar in Rom Vertreter des Vatikan, Psychologen, Rechtsexperten und Ordensvertreter versammelte, war für viele Bischofskonferenzen der Welt ein „Augenöffner“. Das betont Hans Zollner SJ, Direktor des Instituts für Psychologie an der päpstlichen Universität Gregoriana. Fünf Monate nach der Tagung berichtet Zollner von ersten Zwischenergebnissen der kirchlichen Missbrauchsprävention. Zugleich benennt der Jesuit im Interview mit Anne Preckel klar die Probleme und „Baustellen“ im Kampf gegen Missbrauch. Mehr ... Jesuit Refugee Service zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer Das Flüchtlingshilfswerk Jesuit Refugee Service hat die Europäische Union zum Handeln im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik aufgefordert. Es sei „in keiner Weise zu rechtfertigen“, dass ein Schiff mit 55 Flüchtlingen in einem der meist befahrenen und kontrollierten Meere bewusst ignoriert und seinem eigenen Schicksal überlassen werde, so Stefan Keßler, Politikbeauftragter beim Europabüro des Flüchtlingsdienstes Jesuit Refugee Servise (JRS) in einer Pressemitteilung von diesem Donnerstag. Vor wenigen Tagen waren 54 libysche Flüchtlinge nahe der italienischen Meeresküste verdurstet, nur einer von ihnen hatte überlebt. Die Verantwortlichkeiten der einzelnen Staaten für die Suche nach und Hilfe für Flüchtlinge müssten deshalb klar geregelt sein, so Keßler weiter. Des Weiteren forderte JRS die europäischen Regierungen dazu auf, aktiv mehr Flüchtlinge auf ihrem Territorialgebiet aufzunehmen, um die risikoreichen illegalen Einwanderungsversuche weiter zu reduzieren. (radio vatikan) Hans Zollner SJ: „Es braucht zusätzliche Kraft im Kampf gegen Missbrauch“ Es braucht noch große Anstrengungen, damit der Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der katholischen Weltkirche fruchtet. Vor allem die unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Ländern der Welt, unter denen entsprechende Gesetze und Maßnahmen möglich sind, stellen die Kirche vor Herausforderungen. Das betont Hans Zollner S.J., Leiter des psychologischen Institutes der päpstlichen Universität Gregoriana und Mitorganisator der großen Vatikankonferenz über Missbrauch vom vergangenen Februar in Rom im Gespräch mit unseren italienischsprachigen Kollegen. In diesen Tagen war bekanntgeworden, dass knapp die Hälfte aller nationalen Bischofskonferenzen die vom Heiligen Stuhl verlangten Leitlinien zur Missbrauchsprävention bislang noch nicht erarbeitet hat. „Die päpstliche Universität Gregoriana hat in München ja ein Forschungsprojekt zum sexuellen Missbrauch eingerichtet (…). In diesen Tagen sind unsere Mitarbeiter in die ersten Diözesen und Länder gegangen, mit denen wir bei dem Forschungsprojekt zusammenarbeiten wollen. Sie haben Ergebnisse aus Asien, Indien und Indonesien mitgebracht, die sehr interessant sind. Wir wollen im Kampf gegen den Missbrauch vereint sein, müssen uns aber auch darüber bewusst werden, dass die Sprache, die Sensibilität und die Gesetze selbst von Kontinent zu Kontinent und von Land zu Land sehr unterschiedlich sind Deshalb braucht es zusätzliche Kraft, um die Antwort der Kirche in allen Teilen der Welt wirkungsvoller zu machen.“ Hans Zollner S.J. äußerte sich im Interview weiter zu den Ergebnissen der internationalen Vatikan-Konferenz über sexuellen Missbrauch durch Kleriker, die im Februar in Rom stattgefunden hatte. Die Berichte zur Tagung, auf der sich hochkarätige Experten, Vatikan- und Ordensvertreter über Prävention und Ursachen des Phänomens austauschten, sind jetzt in italienischer Sprache veröffentlicht worden. (radio vatikan) Bischof Antoine Audo SJ von Aleppo: "Die Worte des Papstes sind hilfreich auf der Suche nach Wegen zum Frieden" "Die nationale Aussöhnung ist für uns eine Dringlichkeit. Die Situation ist ernst und wir müssen erneut den Weg des Dialogs einschlagen. Syrien war immer ein Beispiel für das mögliche Zusammenleben und heute muss es sein friedliches Wesen als arabisches, christliches und muslimisches Land wieder finden", so der chaldäische Bischof von Aleppo, Antoine Audo SJ, in einem Kommentar zum Appell von Papst Benedikt XVI. für den Frieden in Syrien anlässlich der Versammlung der ROACO, der Dachorganisation für katholische Ostkirchen-Hilfswerke, im Vatikan. "Der Appell des Papstes ist sehr interessant und berührend", so der Bischof weiter, "wir Christen in Syrien sind sehr bewegt. Seine Worte zeugen von einem starken Wunsch nach Frieden. Der Papst ermutigt uns dazu, trotz aller Schwierigkeiten keine Angst zu haben und entschlossen nach Wegen des Friedens zu suchen. Wir bitten um das Ende der Gewalt und beten für den Frieden. Wir vertrauen auf die Unterstützung des Heiligen Stuhls, wenn es darum geht auf internationaler Ebene Bemühungen für den Frieden in Syrien voranzubringen." Abschießend erinnert der Bischof daran, dass "die Präsenz einer christlichen Kirche, die arabisch spricht, die orientalische Kultur verkörpert und zum Zusammenleben mit dem Islam fähig ist, für den Nahen Osten und die Weltkirche von großer Bedeutung ist." (fides.org)
| Rio de Janeiro | 23. Juni 2012 | Johannes Müller SJ: „Ergebnis des Umweltgipfels ist enttäuschend“ Das Ergebnis des Umweltgipfels “Rio + 20” ist enttäuschend, ja es bleibt weit hinter dem Aufbruch zurück, der auf der Rio-Konferenz von 1992 noch zu spüren war. Zu diesem ernüchternden Fazit kommt Johannes Müller SJ, Vorsitzender des Misereor-Beirates und Teilnehmer der deutschen Regierungsdelegation in Rio. Die Umweltkonferenz, zu der auch der Vatikan eine Delegation entsandte, geht an diesem Freitag zu Ende; auf eine Abschlusserklärung hatte man sich im Vorfeld schon geeinigt. Mehr ... Naturwissenschaft und Glaube: Nachwuchsförderung in der den Jesuiten anvertrauten päpstlichen Sternwarte Nachthimmel über der päpstlichen Sommerresidenz in Castelgandolfo – die Sterne spiegeln sich im Albaner See. Und tagsüber studieren und diskutieren gleich nebenan 25 junge Astronomen aus aller Welt das himmlische Spektakel, angeleitet von Astronomen, die gleichzeitig Jesuiten sind. Die Vatikan-Sternwarte in den päpstlichen Gärten in Castelgandolfo veranstaltet in diesem Jahr wieder eine Sommerakademie für Nachwuchs-Astronomen. Diesmal ist auch eine Deutsche unter ihnen. Mehr ... Nawras Sammour – Flüchtlingsbetreuer. Ein Jesuitenpater berichtet über den Krieg in Syrien Reportage von Nina Faraghi in der NZZ vom 19. Juni 2012. Nawras Sammour kümmert sich um Flüchtlinge in Syrien. Bereits zum zweiten Mal ist er nach Zürich gereist, um von seiner Arbeit im Nahen Osten zu berichten und um Unterstützung zu finden. Das bunte Treiben beim Zürichsee und das unbesorgte Flanieren vor dem Opernhaus stehen in krassem Gegensatz zum Krieg, der in Syrien tobt. Daran musste sich der Jesuitenpater Nawras Sammour erst gewöhnen. «Als ich kürzlich das Krachen eines Feuerwerks hörte, dachte ich zuerst, es seien Raketen – bis ich mir ins Gedächtnis rufen musste, dass ich ja in Europa bin», erzählt er. Sitzt man ihm gegenüber, kann man das Leid nur ahnen, mit dem er bei seiner Arbeit konfrontiert wird. «Es gibt Flüchtlinge, die zu uns gelangen und nichts mehr haben ausser der Kleidung, die sie gerade tragen», erzählt er. Mehr ... (pdf) Unterstützt wird Nawras Sammour SJ auch über die Missionsprokur der Schweizer Jesuiten: www.jesuitenmission.ch Weltflüchtlingstag am 20. Juni: „Wir dürfen uns nicht abschotten“ Die Finanz- und Wirtschaftskrise darf nicht auf Kosten der Flüchtlinge und Migranten gehen. Daran erinnert der Leiter des Internationalen Jesuitenflüchtlingsdienstes (JRS), Peter Balleis SJ. Der diesjährige Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, der am 20. Juni begangen wird, ist politisch besonders brisant, denn: „Der Weltflüchtlingstag fällt dieses Jahr mit dem Treffen der G-20-Gruppe, die aus den wohlhabenderen Ländern der Welt besteht, zusammen. Diese Länder haben mit der Finanzkrise und all den anderen großen Themen natürlich ihre eigenen Probleme. Und unsere Sorge ist nun die, dass, wenn die Mittel knapp werden und Arbeitslosigkeit in den Geberländer herrscht, es dann die Ärmsten trifft, Migranten, die ohne Papiere und besonders schutzlos und hilfsbedürftig sind. Unser Anliegen ist es also, daran zu erinnern, dass diese Flüchtlinge nicht vergessen werden dürfen!“ Mehr ...
| Bad Schönbrunn | 16. Juni 2012 |
Von der Freude, zu wachsen Über meinem Pult hängt eine Postkarte von Michelangelos David. Sooft ich einen Blick darauf werfe, fällt mir die wahre Begebenheit bei der Vernissage ein: Florenz im Jahre 1504. Um ungestört arbeiten zu können, hatte ein junger Bildhauer einen Bretterverschlag um einen vier Meter hohen Marmorblock errichtet. Nun wird die Wand weggenommen. Die Bürgerinnen und Bürger staunen nicht wenig, da ihnen Michelangelo di Ludovico Buonarroti Simoni stolz seinen David präsentiert. Wie können die relativ dünnen, nur durch einen „Ast“ gestützten Beine den tonnenschweren Koloss tragen? Man spricht gar von einem statischen Wunder. Vor allem aber fragt man sich: Wie konnte der erst 25-jährige Künstler aus dem riesigen Marmorblock, an dem sich Jahre zuvor der Bildhauer Agostini d’Antonio erfolglos abgemüht hatte, diese Figur meisseln? Wie brachte er es fertig, den in sich ruhenden, ausgeglichenen und zu einer mutigen Tat bereiten David zu schaffen? „Wie hast du das geschafft?“, fragen sie den Meister. Michelangelos Antwort ist ebenso verblüffend wie einfach: „David war schon da. Ich musste nur wegnehmen, was nicht David war.“ Kolumne von Niklaus Brantschen SJ in der Südostschweiz ... 17. Juni 2012
Wasser wird zu Wein - Erleiden von Hoffnungslosigkeit in der Gewissheit der Anwesenheit Jesu Predigt von Pierre Emonet SJ, Provinzial der Schweizer Jesuiten, zum Weltgebetstag für China in der Kirche St.Thérèse in Fribourg. Es gibt Situationen, die richtige Sackgassen sind. Mit Panik erkennt man, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, noch einmal davonzukommen. Dies war sicher der Fall bei der Hochzeit in Kana in Galiläa. Was ein fröhliches Fest werden soll-te, änderte sich plötzlich in einen Alptraum. Der Wein ging aus, und mit dem Wein vergehen auch die Freude der Gäste und die Ehre des Gastgebers. Anstel-le von der vorgesehenen Freude und Jubel, treten die Schande des Ehepaares und das traurige Auseinanderlaufen der Gäste. Mehr ...
Zeichen der Hoffnung: Paolo Dall'Oglio SJ in Quasyr Das Minarett weckt ihn mitten in der Nacht, doch auf diese Weise "kann ich schon vor dem Morgengrauen das Gebet der orientalischen Mönche beten". Der aus Italien stammende Paolo Dall'Oglio SJ hält sich derzeit in Qusayr auf. Die Stadt liegt im Süden von Homs, wo die Gefechte am heftigsten sind. Dort will er für den Frieden fasten und beten und ein Zeugnis der "Gewaltlosigkeit" inmitten des Konflikts ablegen. Der Jesuit will mindestens acht Tage lang in Qusayr bleiben und dort geistliche Exerzitien nach den Regeln des heiligen Ignatius von Loyola machen. "Ich habe Qusayr ausgesucht, weil ich mit meiner Gegenwart versuchen will, die Polarisierung, die zwischen den Konfessionen in der Stadt entstanden ist, zu überwinden. Ich habe mit christlichen Familien gesprochen, deren Angehörige verschleppt wurden und möchte mich dafür einsetzen, dass diese Spaltung durch das Gebet und den Dialog überwunden wird." In der Stadt kommt es immer häufiger zu Konflikten zwischen Christen und Muslimen, die zu Entführungen, Racheakten und Morden führen. Bewaffnete Banden verüben immer wieder auch Übergriffe auf Christen. André Arbache, ein 30jährige Familienvater, der im Januar entführt wurde, wurde tot aufgefunden. In Qusayr lebten zahlreiche griechisch-katholische Familien, so dass die hiesige Gemeinde mit 10.000 Gläubigen zu einer der größten in ganz Syrien gehörte. Sie lebten hier mit rund 15.000 sunnitischen Muslimen zusammen. "Viele Christen", so Dall'Oglio, "sind aus zahlreichen Teilen der Stadt geflohen, so dass nur noch wenige hier sind." Der Jesuit ist Gast einer katholischen Familie, da das Pfarrhaus in Qusayr nicht sicher ist. "Mein Gebet und meine Präsenz soll auch ein Zeichen der Hoffnung setzen, damit es in Syrien wieder Einheit und Dialog im Kontext eines pluralistischen Zusammenlebens geben kann", so der Ordensmann. Die Schlüsselworte seiner Friedensinitiative lauten "Aussöhnung und Vergebung, Geschwisterlichkeit im Namen Gottes" in der Hoffung, dass durch das Gebet wieder ein Zusammenleben im Zeichen der Würde und der Rechte für alle Bürger des Landes möglich wird. (Fidesdienst)
Paolo Dall'Oglio SJ zum Friedensplan Kofi Annan Der in Syrien lebende Jesuit Paolo Dall'Oglio hat an den UNO-Sondergesandten für Syrien Kofi Annan geschrieben. In dem Brief an den früheren UNO-Generalsekretär macht der gebürtige Italiener deutlich, dass es aus seiner Sicht keine Alternative zum sogenannten Annan-Friedensplan für Syrien gebe: „Wir klammern uns daran wie Schiffbrüchige an ein Floß“, schreibt er wörtlich. Ein politischer Verhandlungsprozess, wie Annan ihn sich für Syrien wünsche, sei kaum vorstellbar „ohne eine echte Änderung in der Struktur der Macht, vor allem in einer Lage, wo die Regierung nur eine Fassade ist und auch das herrschende Regime einer obskuren Gruppe von Drahtziehern gehorcht“, so Dall`Oglio wörtlich. Bevor man den Staat „retten“ könne, müsse man ihn erst einmal „befreien“. (radio vatikan) Anthony Ba SJ zu Bildung und Korruptionsbekämpfung Die Regierung sollte sich in den kommenden Jahren auf die Förderung der Bildung und die Bekämpfung der Korruption konzentrieren. Außerdem sind eine Reform der Gesetze und Engagement für ethnische Minderheiten und Umweltschutz notwendig. Dies Betont der Bruder Anthony Ba SJ vom Studienzentrum "Alberto Hurtado" in Ho Chi Minh City. Das Zentrum der Gesellschaft Jesu befasst sich mit politischen, wirtschaftlichen, soziologischen, technologischen, juridischen und ökologischen Studien. mehr ... Eröffnung eines "Matteo Ricci"-Museums in Zhao Qing Am 13. Mai wurde in China das erste Museum eröffnet, das ausschließlich dem Jesuiten Matteo Ricci (1552-1610) gewidmet ist. Bei der Planung und Verwirklichung arbeitete die katholische Kirche mit den zuständigen chinesischen Behörden zusammen. Das Museum befindet sich in Zhao Qing in der Provinz Guang Dong, wo der italienische Missionar 1583 zusammen mit seinem Mitbruder Michele Ruggieri in China ankam. Das nach Matteo Ricci benannte Museum befindet sich in der Nähe der ersten von P. Ricci erbauten "Xian Hua Si"-Kirche der Leiter des ebenfalls nach P. Ricci benannten "Centre d'Etudes Chinoises" in Paris nahm zusammen mit zivilen Autoritäten der Provinz Guang Dong und der Stadt Zhao Qing an der Eröffnung teil. Wie der Gemeindpfarrer der benachbarten Gemeinden von der Unbefleckten Empfängnis, Gabriel Li Jia Fang betont "befindet sich das Museum in einer Fremdenverkehrsregion, weshalb wir hoffen, dass viele Menschen durch den Besuch den katholischen Glauben und das Leben und Wirken dieses großen Missionars kennen lernen." Zu den Ausstellungsstücken gehören Handschriften, Kleidung, astrologische Instrumente aus dem Besitz von Matteo Ricci, die an sein Wirken in China und in der ganzen Welt erinnern sollen. Im Museum werden auch Gegenstände und Fotografien von Missionaren ausgestellt, die die Ortskirche zur Verfügung stellt. (Fidesdienst) Samir Khalil Samir SJ: „Warum kann der Libanon eine Botschaft sein?“ Für die päpstliche Botschaft an die Christen des Nahen Ostens hätte Benedikt XVI. kein besseres Reiseziel wählen können als den Libanon, denn das Land ist heute „Zentrum der arabischen Welt“. Davon ist der ägyptische Islamexperte und Jesuit Samir Khalil Samir überzeugt. Im Gespräch mit Radio Vatikan geht er auf die besondere Bedeutung ein, die das Land heute und in der Geschichte in der Region spielt und gespielt hat. Pater Samir, Vatikan-Berater in Islamfragen und Dozent in Rom und Beirut, äußerte sich am Rande einer Konferenz zur Lage der Christen in Nahost, die am Freitagabend im Päpstlichen Maronitischen Kolleg in Rom stattfand... Mehr ...
| Bad Schönbrunn | 6. Mai 2012 | Der Stille leise die Hand hinhalten „Die Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“. Dieses Wort von J.W. von Goethe aus Wilhelm Meisters Wanderjahre sind mir aus dem Herzen gesprochen. Sie decken sich präzise mit der Erfahrung, die ich im Laufe meines Lebens wieder und wieder machen durfte – und auch heute noch machen darf. Es müssen nicht hohe Berge sein. Auch das Zugerland, meine Wahlheimat, mit seiner voralpinen Moränenlandschaft, mit dem Ägerisee und dem Lorzetobel ist wie geschaffen für besinnliche Spaziergänge. Sooft ich dort unterwegs bin, stelle ich bereits nach wenigen Stunden fest, wie mein Getue, mein Gehabe, mein Gerede, ja wie meine ganze Geschäftigkeit von mir abfallen und ich stiller werde. Kolumne von Niklaus Brantschen SJ in der Südostschweiz, 6. Mai 2012 Konferenz zur Wirkungsgeschichte des Dekalogs Der Dekalog oder die Zehn Gebote sind möglicherweise der am häufigsten zitierte und verarbeitete Text der Weltgeschichte; dennoch wurde die Geschichte seiner Rezeption noch nie systematisch erforscht. Einen ersten Versuch in diese Richtung unternahm eine interdisziplinäre Konferenz, die Dominik Markl SJ in Zusammenarbeit mit Christine Joynes (Director of the Centre for Reception History of the Bible) organisierte und die am 16. und 17. April 2012 am Trinity College in Oxford stattfand. Die siebzehn Vortragenden aus zehn Nationen bezogen sich auf eine Auswahl wichtiger Felder der Dekalogrezeption in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit der innerbiblischen Wiederaufnahme von Exodus Kapitel 20 in Deuteronomium Kapitel 5 und den ältesten Übersetzungen (Innocent Himbaza, Fribourg) über die enorme Verbreitung der Zehn Gebote im Gefolge der Reformation (u. a. Ian Green, Edinburgh) bis hin zu aktuellen Themen wie die Verfilmungen von Krzysztof Kieslowski (Lloyd Baugh SJ, Gregoriana) und die Streitfrage der verfassungsrechtlichen Stellung von Dekalog-Monumenten in den USA (Steven Wilf, Rechtswissenschaftler an der University of Connecticut). Besonderheiten präsentierten etwa Luciane Beduschi (Sorbonne), die erstmals eine systematische Darstellung der musikalischen Rezeption des Dekalogs bot, Christopher Rowland (Oxford), der die Rolle der Gesetzestafeln im Werk des englischen Künstlers William Blake entfaltete, und Gerhard Lauer (Germanist in Göttingen), der Thomas Manns Erzählung „Das Gesetz“ im Kontext des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus interpretierte und in Beziehung zu Siegmund Freuds Theorien zu Mose setzte. Die Konferenz endete mit einer eindrücklichen Darbietung von Dekalog-Vertonungen von Thomas Tallis, Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, und Sigismund von Neukomm durch das Heythrop College Consort in der Kapelle des Jesus College. Detaillierte Informationen zur Tagung inklusive Abstracts der Vorträge ... . Die Publikation der Vorträge ist für 2013 geplant.
| Colville USA | 26. April 2012 | Fließgewässer-Biomonitoring Joseph Fortier SJ entwickelt ein Programm, um mit Hilfe von Biomonitoring die Qualität von Fließgewässern im Indianerreservat Colville (Bundesstaat Washington/ USA) zu messen. Die Einleitung des Dokuments zur Ökologie „Heilen einer zerbrochenen Welt“ des Generaloberen der Jesuiten, P. Nicolas SJ, erinnert daran, dass es zu den wichtigen Aufgaben der Gesellschaft Jesu gehört, auf ökologische und Umweltherausforderungen zu reagieren. Mein Projekt, nämlich die Entwicklung eines Fließgewässer-Biomonitoringprogramms im Indianerreservat Colville im Norden des amerikanischen Bundesstaates Washington greift diese Aufforderung auf. Mehr ... Zur Frage Homosexualität und Pädophilie Nach Ansicht des deutschen Jesuiten Hans Zollner stellen homosexuelle Kleriker eine größere Gefahr in Sachen Pädophilie dar. In einem Interview mit der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“ sagte Zollner, der auch Vize-Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom ist, dass es zwar keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie gebe, aber in dieser Gruppe sei das „Risiko höher“. Nach Angaben der Statistiken der Glaubenskongregation (bis 2010) waren 70 Prozent der 2.700 gemeldeten Fälle von Pädophilie durch Kleriker homosexueller Natur, viel mehr als im üblichen Bevölkerungsschnitt, was auf einen höheren Anteil homosexuell veranlagter Kleriker hindeute. Das führe zu der Frage nach der Auswahl der Priesteramtskandidaten. (radio vatikan) Benedikt XVI kein Übergangspapst Geunkt wurde sehr schnell, dass wir einen Übergangspapst hätten. Gleich nach der Wahl im April 2005 hieß es, ein schon so alter Papst, der schon so lange im Vatikan arbeite, sei gewählt worden, um Zeit zu haben, den nächsten auszuwählen. Das war offensichtlich falsch. An diesem Donnerstag sind es sieben Jahre, die Benedikt XVI. Bischof von Rom ist. Und das ist beim besten Willen schon rein zeitlich kein Übergang mehr. Dieser Papst hat seine Prägungen hinterlassen und er wird es auch weiterhin tun. Allerdings: Wer nach so vielen Jahren Johannes Paul II. meinte, das Papsttum des 21. Jahrhunderts erblickt zu haben, der ist enttäuscht worden. Benedikt ist sein eigener Papst. Kommentar von Bernd Hagenkord SJ, Rom ... Der missverständliche Hirtenbrief und der gestohlene Regenschirm Wie zu erwarten war, wurde der Hirtenbrief des Bischofs von Chur in den Medien weitaus mehr erwähnt als auf den katholischen Kanzeln verlesen. Ein Pfarrer drückt dies so aus: „Ich werde den Hirtenbrief meines Bischofs Vitus Huonder nicht verlesen. Der Brief ist in einem Ton abgefasst, den ich weder den Gläubigen noch mir als Pfarrer zumuten will.“ Das ist geschehen. Doch es empfiehlt sich, die Angelegenheit nachträglich in einem grösseren Zusammenhang zu bedenken. Denn einmal mehr zeigte sich auch hier eine Vielfalt von Missverständnissen und Fehldeutungen. Worum geht es also? Kommentar von Albert Ziegler SJ ... Eine gekürzte Fassung dieses Beitrags findet sich in der NZZ vom 5. April 2012. „Gott erwartet uns auch jenseits der Grenzen“ Interview mit P. Fernando Lopez SJ über seine Begegnung mit indigenen Kulturen Fernando López SJ, 1960 auf den kanarischen Inseln geboren, trat 1985 in die Gesellschaft Jesu ein und ist Mitglied der Nordostbrasilianischen Ordensprovinz (Região dependente Brasil Amazônia, BAM). Außerdem ist er Mitglied von Equipe Itinerante, einer Gruppe, die die Flüsse des Amazonas-Gebiets abfährt und mit indigenen Gemeinschaften zu aktuellen Problemen, wie Grenzziehungen, Alkoholismus, Gesundheit, rücksichtslose Abholzung oder Abbau von Bodenschätzen zusammenarbeitet. Zum Interview von Thorsten Philipp SJ von Ecojesuit mit Fernando Lopez SJ ... Karl Josef Becker SJ: Einigung zwischen Vatikan und Piusbruderschaft wird "schwierig" Große Probleme für eine Einigung zwischen dem Vatikan und der traditionalistischen Piusbruderschaft sieht Kardinal Karl Josef Becker SJ: „Beide Positionen zu verbinden, das ist schon schwer“, sagte der Jesuit im Interview der Kölner Kirchenzeitung vom Sonntag. Er wirkte als Berater der Glaubenskongregation an den Verhandlungen mit der Piusbruderschaft mit. Papst Benedikt XVI. hat Mitte März die Piusbrüder aufgefordert, bis zum 15. April ihre Position zu klären und einen Bruch mit Rom zu vermeiden. Mehr ... Paolo dall'Oglio SJ zum Friedensplan Kofi Annans Der von Kofi Annan vorgelegte Friedensplan für Syrien ist bei all seiner Zerbrechlichkeit der „einzige Hoffnungsanker für diese Gesellschaft, die mit dem Palmsonntag wirklich in eine weitere Woche der Passion eintritt“. Mit diesen Worten kommentiert der in Syrien wirkende Paolo dall'Oglio SJ, der dort das „Friedenskloster“ Deir Mar Musa gründete, die internationalen Bemühungen, Syrien wieder auf den Weg des Friedens zu bringen. „In diesem Moment wird in der syrischen Gesellschaft sehr viel getan, die Leiden zu lindern, besonders für die Hunderttausenden Menschen, die ihr Zuhause verlassen mussten; das ist ein ziemlich konkreter Startpunkt. Wie schafft man es, den Staat, den Präsidenten, die königliche Macht zu überzeugen, die nun aber nicht notwendigerweise die „Regierung“ sind? Es bräuchte schon ein außerordentlich konkretes und solides internationales Abkommen, damit die Angst, alles und sich selbst zu verlieren, wirklich gemildert und geheilt werden kann. Es bräuchte die nötigen Garantien, damit man aus dieser Situation herausfindet, ohne dass ein Teil der syrischen Bevölkerung für alle anderen bezahlen muss.“ Kofi Annan, der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien, hatte aus Peking verkünden lassen, die Regierung in Damaskus habe seinem Friedensplan zugestimmt. Es verbreitete sich die zaghafte Hoffnung, dass nach den zurückliegenden blutigen Monaten die Waffen in Syrien schweigen könnten. Doch noch wird in dem Nahostland weiter gekämpft. Unter anderem in Vororten von Damaskus liefern sich die Einheiten Assads erbitterte Gefechte mit Revolutionstruppen. Die Kirche versucht, zu helfen wo es geht; Papst Benedikt hat in diesen Tagen eine Spende in der Höhe von 100.000 Dollar für die karitative Arbeit der Kirche in Syrien überbringen lassen. Daneben kommt die Kirche ihrer Aufgabe der Gewissensbildung nach. Paolo dall'Oglio: „Die katholische Kirche versucht zu sagen: schöpfen wir alle friedlichen Lösungswege aus, ehe wir drastischere Wege einschlagen. Ich habe vorgeschlagen, 50.000 Friedensbegleiter ins Feld zu schicken. Das ist klarerweise bloß der Traum eines Mönches. Aber ich bestehe auf dem Prinzip Verantwortung: die internationale Gewaltlosigkeit ohne Verantwortung im Territorium ist meinem Dafürhalten nach immoralisch. Denn, ja, man muss sich seiner Verantwortung stellen. Es gibt Zwischenlösungen, die zu einem Waffenstillstand führen können. Kofi Annan selbst sagte, es seien konkrete UNO-Lösungen vonnöten, um die Konfliktparteien im Land auseinander zu bringen, mit dem Ziel, dem politischen Prozess eine Chance auf Erfolg zu geben.“ (radio vatikan) "Christen, die Homs verlassen, wurden nicht von radikalislamischen Gruppen vertrieben" Die christlichen Einwohner der Stadtviertel Bustan Al Diwan und Hamideh in Homs, die die Stadt verlassen haben, haben dies aus eigener Initiative aus Angst vor den Unruhen getan und wurden nicht von radikalislamischen Milizen zum verlassen ihrer Häuser gezwungen. Dies berichten die Jesuiten aus Homs dem Fidesdienst. In den vergangenen Tagen hatten quellen aus Kreisen der christlich orthodoxen Glaubensgemeinschaft berichtet, dass christliche Familien aus den beiden Stadtvierteln vertrieben worden waren. Andere Quellen aus Ländern des Nahen Ostens hatten mehrmals davon berichtet, dass radikalislamische Gruppen aus Libyen und Irak und anderen Ländern versuchen, sich der syrischen Opposition anzuschließen. "Soweit wir wissen", so die Jesuiten aus Homs zum Fidesdienst, "wurden Christen in Homs nicht bedroht oder gezwungen ihre Häuser zu verlassen." "Es kam zu Episoden", so die Jesuiten, "wo Wohnungen, die Christen verlassen hatten, von muslimischen Vertriebenen besetzt wurden. Doch wenn die Besitzer zurückkommen, dann wird die Rückgabe friedlich stattfinden. Einer der Imame in diesem Teil der Stadt entschuldigte sich sogar beim Pfarrer der Jesuitenkirche für diese unerfreulichen Episoden." Die christlichen Viertel in Homs, so Beobachter zum Fidesdienst, befinden sich im Kreuzfeuer zwischen den Regierungsstreitkräften und den Rebellen. In Homs leben nur noch etwa 1.000 Christen. Vor einem Jahr gab es vor Beginn der Unruhen insgesamt in Homs noch insgesamt 160.000 Christen und vier Bischöfe der verschiedenen Konfessionen. (Fidesdienst)
| Bad Schönbrunn | 25. März 2012 | Ostern – Auferstehen mitten am Tag Bald ist Ostern. Mit dem Fest verbinden wir Frühlingserwachen, erwärmende Sonnenstrahlen, eine Urlaubsreise oder wenigstens den vielgerühmten Osterspaziergang. Darf ich Sie auf einen solchen Spaziergang mitnehmen? Er dauert etwa drei Stunden und führt von Jerusalem nach Emaus. Auf dem Weg holen wir zwei Männer ein. Sie sind niedergeschlagen und tief traurig ob dem Tod ihres Freundes Jesus, von dem sie so viel für sich und ihr Volk erhofft hatten. Und unversehens geht Jesus selber mit. Er hört zu, lässt sich berichten, fragt nach, stellt das traurige Geschehen in einen grösseren Zusammenhang und weitet damit unseren Blick: Schaut doch hin. Lest in den Schriften. Dort steht es: Menschen leiden, auch gute, auch die Propheten. Ja, der Prophet selbst musste leiden und so ins Leben hinein auferstehen. Kolumne von Niklaus Brantschen SJ in der Südostschweiz, 25. März 2012 Jürg Alt SJ: Wie geht es weiter mit der Finanztransaktionssteuer? Der Streit um die Finanzhilfen Griechenland und anderen krisengeplagten Ländern in Europa scheint sich derzeit wieder beruhigt zu haben. Doch ein weiters Finanzthema entfacht Diskussionen in der europäischen Politiklandschaft. Nun geht es um die Finanztransaktionssteuer. So klar der Begriff auch klingen mag, so unübersichtlich sind die Meinungen darüber. Der Grundgedanke bei dieser Steuer ist ganz einfach und geht auf eine Idee des US-Ökonomen James Tobin zurück. Er brachte vor genau 40 Jahren eine Steuer auf Börsengeschäfte ins Gespräch, und damit es jeder verstehen kann: Die Finanztransaktionssteuer funktioniert wie eine Mehrwertsteuer auf den Handel mit Finanzprodukten, wie Aktien, Anleihen oder hochspekulative Papiere. Es sei ein Abwenden von der Idee dieser Steuer zu beobachten, so Jörg Alt SJ, der Initiator und langjähriger Leiter der Kampagne „Steuer gegen Armut“. „Mittlerweile ist klar, dass Schweden dagegen ist, die Tschechen dagegen sind und dass es sehr starke Vorbehalte bei den Niederländern, den Iren und den Luxemburgern gibt. Insofern kann man begrüßen, dass endlich Klarheit geschaffen ist, und man eben schauen muss, wie man mit den Verbleibenden weiter voran geht, die unschlüssig oder dafür sind. Es gibt mehrere Optionen auf dem Tisch, aber lediglich steht fest, dass die Finanztransaktionssteuer in der EU der 27 keine Chancen hat. Aber in der Euro-Zone plus X ist sie nach wie vor eine Möglichkeit.“ Es gebe viele europäische Länder, die dagegen sind, so Jürg Alt SJ. „Warum Großbritannien dagegen ist, ist klar, weil die Regierung am Tropf der Finanzindustrie hängt. Die Londoner City ist die größte und wichtigste Steuerzahlerin, und natürlich hat man dort einen ganz anderen Hebel bei der Regierung, als in anderen europäischen Ländern, wo diese Macht der Finanzinstitutionen nicht derart ausgeprägt ist.“ In Deutschland hat sich vor allem die FDP gegen die Finanztransaktionssteuer ausgesprochen, „aber wir müssen feststellen, dass innerhalb der FDP die Diskussion mittlerweile entbrannt ist, ob man sich hier flexibler zeigen soll oder nicht; bereits haben sich mehrere Präsidiumsmitglieder für eine Finanztransaktionssteuer-Möglichkeit ausgesprochen. Wir natürlich setzen große Hoffnung auf die Wahl in Nordrhein-Westfalen. Wenn die FDP dort wirklich aus dem Landtag rausfliegt, dann hat die Partei sowieso nichts mehr zu melden.“ Alleingänge, wie sie Frankreich angekündigt hat, lehnt Jörg Alt SJ jedoch ab. „Wir sind der Meinung, dass es sich sehr lohnen würde, wenn die Euro-Zone diese Steuer einführt. Denn sie ist ein Währungsfont, sie ist ein großer Wirtschafts- und Konsumraum und die Anleger der Welt werden sich hüten, wegen einer 0,05 Prozent-Steuer Geschäfte mit diesem Währungs-, Wirtschafts- und Konsumraum einzustellen, das wäre durchaus ein sehr überlegenswerter Anfang.“ (radio vatikan) Paolo Dall'Oglio zu Handlungsmöglichkeiten im Syrienkonflikt Zu einer gewaltfreien Intervention in Syrien hat der im Land wirkende Jesuit Paolo Dall'Oglio die internationale Gemeinschaft aufgerufen. Wenn die internationale Gemeinschaft dem Blutvergießen weiterhin tatenlos zusehe, drohten in Syrien „im Kleinen“ Verhältnisse wie in Ruanda während des Völkermords im Jahr 1994, sagte Dall'Oglio dem italienischen Sender Radio 24 am Dienstag. Das Massaker in Homs, bei dem am Montag nach Angaben der Opposition auch zahlreiche Frauen und Kinder getötet wurden, sei ein deutliches Zeichen für die desaströse Lage, in der sich das Land gegenwärtig befinde, sagte der Italiener, der seit 30 Jahren in Syrien lebt. (radio vatikan) Günther Kerkmann SJ ein Jahr nach dem grossen Erdbeben „Um 15 Uhr klirrten die Fenster und das stählerne Kreuz unserer Ignatius-Kirche fiel vom Turm. Wir konnten nicht mehr stehen, nur noch hocken.“ So hat Günther Kerkmann SJ am 11. März 2011 das verheerende Erdbeben in Japan erlebt. Der Jesuit wohnt in Tokio nur wenige Minuten vom Kaiserpalast entfernt. Er lebt seit rund 45 Jahren im Land, hat an japanischen Schulen unterrichtet, Jugend- und Familienseelsorge geleistet und ist heute in Japan für den Jesuitenorden als Schatzmeister tätig. Im Interview mit Radio Vatikan erzählt Günther Kerkmann SJ von der kirchlichen Hilfsarbeit nach der Katastrophe und wie sich die Lage der Bevölkerung ein Jahr nach dem Erdbeben und Tsunami darstellt. Und wie haben die Japaner, von denen die Mehrheit dem Buddhismus und der Shinto-Religion anhängen, das Unglück eigentlich spirituell verarbeitet? Auch darauf kommt Pater Kerkmann zu sprechen. (radio vatikan) Zum Interview...
| Bad Schönbrunn | 12. Februar 2012 | Moses - der erste Holocaust Überlebende? Jerusalem, Ende Januar 2012. Einmal mehr hat das Friedensprojekt „Jerusalem, offene Stadt“ Pia Gyger und mich hierher geführt. Auf dem Programm steht unter anderem ein Seminar zum Thema „Von einer Kultur der Angst zu einer Kultur der Hoffnung“. Menschen aus Ost- und Westjerusalem gehen in Gruppen der Frage nach, wie sie Angst vermindern und Hoffnung vermehren können. Wieder im Plenum meint Razan, eine junge Hebamme aus Ostjerusalem mit Begeisterung, für sie sei die Geburt eines Kindes ein Bild für den Prozess, indem sie stehen: Angst und Zuversicht, Verzweiflung und Hoffnung, Schmerz und Freude. Kolumne von Niklaus Brantschen SJ... Sternstunde Religion am 12. Februar: Christian Rutishauses SJ Pilgerreise nach Jerusalem Sportlich besonders trainiert sind alle vier nicht, die beiden Frauen und die zwei Priester nicht, die im Sommer 2011 aufbrechen, um gemeinsam von Bad Schönbrunn bei Zug zu Fuss nach Jerusalem zu pilgern. Ihr Anliegen geht über die spirituelle Selbsterfahrung hinaus: sie wollen ein Zeichen setzen für den Frieden und wählen deshalb bewusst die Route über den Balkan und Syrien. Sieben Monate später sind Christian Rutishauser SJ, Bildungsleiter des Lassalle-Hauses in Bad Schönbrunn ZG und ab Sommer 2012 neuer Provinzial der Schweizer Jesuiten, die Exerzitienleiterin Hildegard Aepli, die Pastoralassistentin Esther Rüthemann und der Altkirchenhistoriker Franz Mali tatsächlich am Ziel. Ein hoch emotionaler Moment: die heilige Stadt ist erreicht! Wie es ihnen auf dem 4300 Kilometer langen Weg ergangen ist, das schildert die Reportage von Christof Wolf SJ, München. Weitere Informationen: www.sendungen.sf.tv Gedenken an Rupert Mayer SJ Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat ein „Pater-Rupert-Mayer-Jahr“ ausgerufen. Mit Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen soll 2012 an den aus der Landeshauptstadt stammenden Jesuiten und NS-Gegner erinnert werden. Mayer wurde am 23. Januar 1876 geboren und vor 25 Jahren seliggesprochen. Geprägt von seinen Erfahrungen als Militärgeistlicher im Ersten Weltkrieg wandte sich Mayer in Predigten und Reden gegen die Nationalsozialisten, die ihm daraufhin Redeverbot erteilten. Der Jesuit wurde mehrfach inhaftiert, unter anderem im KZ Sachsenhausen. Er überlebte die Inhaftierung, starb aber geschwächt kurz nach Kriegsende. (radio vatikan) Daniel Brühl trifft coole Jesuiten Der Schauspieler Daniel Brühl (33) mit deutschen und spanischen Wurzeln, zeigt sich beeindruckt von einer Begegnung mit gleichaltrigen Jesuiten in Madrid: "Ich bin da mit viel Vorurteilen hingegangen, hatte mir ganz bierernste, strenge Eminenzen vorgestellt", sagte Brühl im Interview der Süddeutschen Zeitung. Dabei seien das "ganz normale Jungs" gewesen, mit denen er über Fußball und Filme geredet habe: "Die wohnen da im Junkie-Viertel von Madrid, wo mein Taxifahrer anfangs gar nicht hinfahren wollte." Wie die sich dort engagierten, sei "wirklich beeindruckt". "Das Schöne an dem Beruf ist, dass man immer wieder mit Leuten zusammenkommt, mit denen man sonst nichts zu tun hätte", so der Schauspieler. In seinem neuen Film "Intruders" spielt Brühl einen Priester, der einem Kind helfen soll, das im Traum von einer gesichtslosen Gestalt verfolgt wird. Ein junger Pfarrer, "der so Zeug wie Exorzismus für albern hält und eigentlich wie ein Psychologe denkt", so Brühl: "Und nebenbei die Mutter des Kindes ganz appetitlich findet." (www.rp-online.de) Domenico Zipoli SJ schreibt Musikgeschichte in Lateinamerika Das traditionelle Orgelkonzert „Hymnus an das Leben“ wird dem Musiker Domenico Zipoli gewidmet sein und am Sonntag, dem 5. Februar 2012, in der Kirche „S. Maria della Verità“ (Hl. Maria der Wahrheit) in Viterbo stattfinden. Das Konzert ist Teil einer Initiative, die zum Anlass des XXXIV. Tags für das Leben von der Bewegung für das Leben der Stadt gefördert wird und den eindrucksvollen Titel: „Das Abenteuer des Domenico Zipoli, vom römischen Barock nach Lateinamerika“ trägt. Zum ersten Mal steht das Werk eines einzelnen Komponisten im Zentrum. Mehr ... Paolo Dall’Oglio SJ zur Lage der Christen in Syiren Angesichts des fortdauernden Blutvergießens in Syrien sind Glaube und Spiritualität ein „rettendes menschliches Ufer“. Das unterstreicht der Leiter des syrischen Klosters Deir Mar Musa al-Habashi, das hundert Kilometer von Damaskus entfernt liegt. In der letzten Zeit seien Dutzende junge Menschen hergekommen, so der italienische Jesuit Paolo Dall’Oglio, der das Kloster auch international als Dialog- und Friedenszentrum bekannt gemacht hat. Das Interesse der ganz jungen Gläubigen, die aus ganz verschiedenen gesellschaftlichen Umfeldern kommen, sei vor allem angesichts der prekären Sicherheitslage im Land bemerkenswert. Für sie sei Mar Musa Zeichen der Hoffnung. Mehr ...
| Bad Schönbrunn | 1. Januar 2012 | Neujahr 2012 ‒ Wie das Wünschen heute noch helfen kann Für einmal spreche ich die Leserinnen und Leser der Südostschweiz persönlich an und wähle das vertraute Du, um meine Neujahrswünsche auszurichten. Die Wünsche, die ich meine, sind keine Wünsche für gutes Wetter. Sie setzen tiefer an und tragen die Verheissung nach einem erfüllten Leben in sich. Solches Wünschen und Segnen hat nicht nur in alten Zeiten geholfen – es hilft auch heute noch. Kolumne zum Neuen Jahr von Niklaus Brantschen SJ ... Samir Khalil Samir SJ: Frucht des Arabischen Frühlings ist Bewegung selbst Auch wenn der „Arabische Frühling“ vielleicht noch keine sichtbaren Früchte trägt – sein Verdienst ist die Bewegung selbst. Daran erinnert der ägyptische Jesuit und Islamexperte Samir Khalil Samir. Samir, der in Beirut Islamwissenschaft lehrt, zeigt sich zuversichtlich über die Zukunft der Demokratiebewegungen in der islamischen Welt und erinnert zugleich daran, dass diese mit den Christen zusammenarbeiten müssen, um zu einer reifen Demokratie zu gelangen. Die Christen in Syrien und in den anderen betroffenen Ländern fürchten sehr, dass sich nun die Islamisten auf den Thron der Regime setzen. Das ist eine wirkliche Gefahr. Wir müssen jedoch sehen, dass die Islamisten keine Dämonen sind. Dieser Islamismus lässt sich auch verändern. Und wie? Die einzige Möglichkeit ist Zusammenarbeit von Christen und Muslimen – für mehr Liberalismus, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und vor allem den Schutz der Menschenrechte. In diesen Punkten haben Christen und Muslime gemeinsame Grundlagen! Auf diese gemeinsame Basis gelte es für die weitere Entwicklung des Arabischen Frühlings zu setzen, fügt Samir an. Denn am Islam selbst führe in den betroffenen Ländern schließlich kein Weg vorbei: Überall auf der Welt sehen die Bevölkerungen im arabisch-islamischen Raum den Islam als Ideal des sozialen, religiösen und politischen Lebens. Es ist schwierig, das zu ändern. Die Frage ist, wie jeder die islamische Präsenz im politischen und sozialen Leben interpretiert. An dieser Stelle wird man sehen, ob es Fortschritte gibt oder nicht. In diesen Ländern ist die Revolution nicht gescheitert; sie muss sich anpassen und weiterentwickeln in Richtung einer größeren Demokratie und einer besseren Anwendung der Menschenrechte. Selbst mit Blick auf das im Chaos versinkende Syrien zeigt sich der Jesuit vorsichtig zuversichtlich; er unterstreicht den Mut der Bürgerbewegung in dem Land, die sich gegen ein Regime wendet, „das nicht zögert, zu schießen“: Das ist der erste Schritt. Man kann die Macht zurückweisen, wenn diese Macht autokratisch ist. Der zweite positive Schritt ist der Beginn einer öffentlichen Debatte aller Bürger, um herauszufinden, welche Perspektiven man für das Land hat. Dies sieht man in der ganzen arabischen Welt – das ist eine Neuigkeit in der arabischen Politik! (Radio Vatikan) Prophetisches Gleichnis (zum Film „Habemus Papam“ von Nanni Moretti) Der italienische Regisseur Nanni Moretti meditiert in seinem neuesten Film „Habemus Papam“ über einen Mann, der nicht Papst sein möchte, und dessen Psychiater. Das mag manche Südländer beleidigen. Doch nördlich der Alpen lässt sich das mehrheitlich überzeugende Werk als prophetisches Gleichnis lesen, welches die humanen Möglichkeiten der vatikanischen Monarchie freilegt. Mehr...
| Bad Schönbrunn | 12. Dezember 2011 | Christentum und Zen Zen ist keine Religion, Zen ist ein Weg. Darum kann man Zen praktizieren und Christ sein, ja sogar noch mehr Christ werden. Niklaus Brantschen SJ erklärt in einem Kurzinterview wie er als Jesuit auf der Basis der ignatianischen Spiritualität den Weg des Zen geht. Zum Kurzinterview mit Niklaus Brantschen SJ Guy Consolmagno SJ: Kepler 22-b, ein Planet fast wie die Erde Er ist etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat einen nicht sehr romantischen Namen: Kepler 22-b. Ein Planet, von dem die NASA zu Beginn der Woche bestätigt hat, dass er möglicherweise Leben erhalten könnte, auch wenn man sich noch nicht sicher sei, ob er aus Gas, Fels oder Flüssigkeit bestehe. Mehr ... JRS: Unhaltbare Zustände in der Flüchtlingspolitik Schwere Vorwürfe gegen die Flüchtlingspolitik der EU-Staaten erhebt der Jesuiten-Flüchtlingsdienst. Die Flüchtlinge würden häufig daran gehindert, EU-Gebiet zu erreichen und Asyl zu beantragen, erklärte der JRS unter Berufung auf eine neue Studie am Mittwoch in Brüssel. Seit 1994 hätten schätzungsweise mehr als 15.000 Menschen beim Versuch, Europa zu erreichen, ihr Leben verloren. Allein in diesem Jahr seien vermutlich rund 2.000 Flüchtlinge bei der Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa ertrunken. Der JRS kritisiert, immer wieder würden Flüchtlingsboote auf hoher See von Behröden der EU-Staaten aufgehalten. Dann werde der Motor konfisziert, und die Flüchtlinge seien ihrem Schicksal überlassen. (radio vatikan)
| Bad Schönbrunn | 20. November 2011 | Homo Faber lässt grüssen Da sitze ich im Zug von Zürich nach Zug und versuche abzuschalten. Fetzen von Telefongesprächen dringen an mein Ohr. „Es geht mir gut“ höre ich da sagen, „nur ist im Moment gerade sehr viel los“. Im Moment ist viel los. So höre ich oft klagen. Und, um ehrlich zu sein, im Moment muss auch ich schauen, wie ich über die Runden komme. Die Termine häufen sich, die Agenda ist voll – und ich bin erst noch stolz darauf. Was macht uns so arbeitsfreudig, um nicht zu sagen arbeitssüchtig? Was bringt uns dazu, uns über die Arbeit zu definieren: Ich arbeite, also bin ich, ich arbeite mehr, also bin ich mehr? Kolumne von Niklaus Brantschen SJ in der Südostschweiz... Jesuitenflüchtlingsdienst kritisiert Abschiebepolitik in Deutschland Die Abschiebepolitik in Deutschland ist falsch. Das sagt im Gespräch mit dem Kölner Domradio Martin Stark SJ, Leiter des Jesuiten Flüchtlingsdienstes in Deutschland. In der Bundesrepublik unterscheide sich die Abschiebepolitik nicht von der Strafhaft, europäische Standards würden nicht eingehalten. In diesem Jahr wurde ein neues Gesetz beschlossen, aber noch nicht unterschrieben. Darin hatten wir große Hoffnungen gesetzt, dass sich aufgrund der Rückführungsrichtlinien in der Abschiebungshaft einiges ändert. Es ist allerdings nur auf sehr niedrigem Niveau umgesetzt worden. Wir brauchen eine Trennung von Abschiebungs- und Strafhäftlingen. Abschiebungshäftlinge dürfen nicht den verschärften Bedingungen der Strafhaft unterliegen, denn es sind keine Kriminellen. Egal aus welchen Gründen - wer so lange hier ist, muss die Möglichkeit für eine legale Perspektive haben, fügt Pater Stark SJ an. In Berlin gehen die Zahlen in der Abschiebehaft seit Jahren zurück. Das ist zwar schön. Aber es muss trotzdem kreativ über die Zukunft dieser Haft nachgedacht werden. Wir regen einen Runden Tisch an. Das Gebäude ist sowieso marode und renovierungsbedürftig. Der andere Punkt ist der Flughafen, der im nächsten Jahr eröffnet wird. Hier fordern wir, dass eine Abschiebungsbeobachtung installiert wird, unterstützt und finanziert von der Landesregierung. Frank Turner SJ: Warum die Kirche für die Finanztransaktionssteuer ist Auch die Kirche will eine Finanztransaktionssteuer und eine Entwicklung von internationalen Institutionen, die nicht nur nationale Interessen vertreten. Das sagt Frank Turner SJ, Leiter des katholischen Büros des Jesuitenordens bei den europäischen Institutionen in Brüssel. Er sprach bei der 14. Dialogtagung von Europäischer Volkspartei mit Religionsvertretern im ungarischen Esztergom. Der päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden hatte gerade dazu erst vor wenigen Wochen ein Dokument vorgestellt. Er führt hier aus, was die vom Vatikan darin geforderten neuen weltweiten Instrumente zur Finanzkontrolle sein könnten. Mehr ...
| Frankfurt/M. | 30. Oktober 2011 | Friedhelm Hengsbach SJ würdigt Vatikan-Dokument zu Finanzsystem Das Dokument des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden für eine Reform des internationalen Finanzsystems ist „großartig hinsichtlich Analyse und praktischer Vorschläge“. Dies sagte der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ dem Münchner Kirchenradio. Besonders hervorzuheben sei der Vorschlag, den Internationalen Währungsfond zum Kreditgeber der letzten Instanz zu machen. Somit komme ihm die Aufgabe zu, das Weltfinanzsystem zu stabilisieren. Diese Stabilisierung sei ein öffentliches Gut und könne nicht einfach privatem Gewinnstreben unterworfen werden. Finanztransaktionssteuer
Auch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie die Unterscheidung zwischen Kredit- und Investmentbanken schlage das Papier vor. Punkte, die in der internationalen Diskussion eine Rolle spielten, so Hengsbach. Dass die derzeitige Diskussion um die Schuldenkrise primär die Situation von Griechenland in den Blick nimmt, findet Hengsbach zu kurz gegriffen. Es werde nur über die Staatsverschuldung europäischer Staaten geredet, kritisierte der Jesuitenpater. Mit Griechenland habe man lediglich einen Sündenbock gesucht. Hintergrund
Das Dokument mit dem Titel „Für eine Reform des internationalen Finanzsystems aus der Sicht einer öffentlichen Autorität mit universaler Kompetenz“ war am Montag erschienen. Vatikansprecher Federico Lombardi wies darauf hin, dass es sich hierbei um kein Dokument des Papstes handele, sondern um einen Debattenbeitrag des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.
| Nürnberg | 28. September 2011 | Interview mit Jürg Alt SJ zur geplanten Finanztransaktionssteuer Die Europäische Kommission will eine Finanztransaktionssteuer: An diesem Mittwoch wurde der entsprechende Gesetzesvorschlag dem EU-Parlament vorgestellt. Eine Minimalsteuer soll danach bei Börsengeschäften aller Art, aber auch beim Handel mit so genannten Derivaten in allen EU-Ländern erhoben werden. Das ist eine Idee, für die die Kampagne „Steuer gegen Armut“ seit Jahren eintritt. Das Aktionsbündnis bringt 85 Gruppen zusammen, darunter Attac und viele NGOs. Stefan Kempis fragte den Kampagnensprecher, Jesuitenpater Jörg Alt, ob sich die Brüsseler Initiative ihrer Lobbyarbeit verdankt oder eher der 2008 losgebrochenen Finanzkrise. Mehr ...
| Bad Schönbrunn | 19. Juli 2011 | Zu Fuss nach Jerusalem – Spass oder Sühne? Seit gut einem Monat sind wir zu Fuss unterwegs nach Jerusalem, durch Graubünden, das Südtirol und Kärnten; Slowenien und Kroatien liegen unmittelbar vor uns. Diese erste Zeit war von Aufbruch und Abschiednehmen geprägt, und von Freunden, die uns beherbergten und noch einige Tage begleiteten. Es war uns eine grosse Freude, dass rund 250 Personen an Christi Himmelfahrt zum Gottesdienst ins Lassalle-Haus nach Bad Schönbrunn kamen. Sie gaben uns ihre Wünsche und Anliegen mit, versicherten uns ihrer Anteilnahme und segneten uns vier Jerusalempilger. Die Hälfte der Gottesdienstbesucher ging denn auch an diesem ersten Pilgertag mit uns nach Einsiedeln. Das Pilgern nach Jerusalem wurde so mit der Schweizer Pilgertradition nach Einsiedeln verbunden und diese zugleich geöffnet auf ein pfingstliches Jerusalem hin. Abt Martin Werlen machte uns im Gespräch darauf aufmerksam, dass Jerusalempilger früherer Jahrhunderte oft in Einsiedeln den Segen für ihre Wallfahrt geholt haben. Bericht von Christian Rutishauser SJ, Schweizerische Kirchenzeitung 29–30/2011 Karl Rahner SJ – 70 Jahre „Hörer des Wortes“ Vor siebzig Jahren, mitten während des Kriegsjahres 1941, ist das Buch Hörer des Wortes von Karl Rahner SJ (1904-1984) erschienen. Der Untertitel zerstreut Vermutungen, es sei eine erbauliche Schrift: „Zur Grundlegung einer Religionsphilosophie“. Es handelt sich dabei um die Niederschrift von 15 Vorlesungen, die der Privatdozent für Dogmatik auf den Salzburger Hochschulwochen im August 1937 gehalten hat – unmittelbar bevor er im Wintersemester 1937/38 seine Lehrtätigkeit an der Universität Innsbruck aufnahm. Kommentar von Andreas Batlogg SJ ... Ein Engagement mit Nebeneffekt Neun Monate nach der grossen Flut hat Toni Kurmann SJ in Pakistan einige von der Naturkatastrophe betroffene Dörfer besucht. In einem Interview mit der Presseagentur Kipa erzählt er, wie die Gesellschaft Jesu den Wiederaufbau unterstützt und was ihn zum Staunen brachte. Kipa-Interview mit Toni Kurmann SJ ... (pdf) Neun Monate nach der grossen Flut Die Grosse Flut im Südpunjab und der Gegend von Sindh begann Ende Juli 2010 – mit verheerenden Folgen: 20 Millionen Menschen mussten ihre Wohnstätten fluchtartig verlassen, 50 000 Quadratkilometer Ackerland wurden verwüstet und über 1 Million Häuser zerstört. Toni Kurmann hat im vergangenen Mai die Region besucht und berichtet, wie sich die Jesuiten mit ihren Kooperationspartnern für die Betroffenen engagieren. Bericht von Toni Kurmann SJ ... (pdf) Für Franz-Xaver Hiestand darf es im Aki keine Denkverbote geben An einem schönen Mai-Abend debattiert am Hirschengraben 86 ein angeregtes Publikum über Fragen wie: Ist die Alte Messe, von Papst Benedikt und Bischof Huonder gefördert, eine ästhetische Versuchung zum Fundamentalismus? Inwiefern ist sie auch homosexuelle Subkultur? Tendiert der Rechtskatholizismus zum Faschismus? Geladen ist der deutsche Theologe David Berger, der mit dem Bestseller «Der Heilige Schein» den Entzug seiner Lehrbefugnis durch den Kölner Kardinal Joachim Meisner provozierte. Schauplatz ist nicht etwa das Literaturhaus, sondern das Akademikerhaus der Jesuiten, Aki genannt. Zur Reportage von Michael Meier im Tagesanzeiger ...
| Bad Schönbrunn | 26. Mai 2011 | Zu Fuss nach Jerusalem: spirituell – interreligiös – politisch Zu Fuss Pilgern ist eine spirituelle Übung, die dem Menschen auf den Leib geschnitten ist. Er macht sich auf den Weg zu einem heiligen Ort und setzt sich dabei Wetter und Landschaft, Mitmenschen, Tieren und Vegetation aus. Dabei stösst er an seine körperlichen Grenzen. Auch psychisch ist die Herausforderung nicht zu unterschätzen, wenn es gilt, Tag für den Tag einen Schritt vor den andern zu setzen. Dies alles gilt für ein Pilgern zu Fuss und über weite Strecken, wo es keine Pilgerinfrastruktur und keine Wanderwege gibt. In sieben Monaten von der Schweiz über den Balkan, die Türkei und Syrien nach Jerusalem zu pilgern ist ein solches geistliches Üben. Nähere Informationen von Christian M. Rutishauser SJ ...
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