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City-Pastoral Jesuitenkirche Luzern Die Luzerner Jesuitenkirche ist die erste grosse Barock-Kirche der Schweiz. Der Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete Bau liegt mitten in der Stadt unmittelbar neben der Reuss. Architektonisch ist die Kirche verwandt mit zahlreichen anderen Jesuitenkirchen, welche damals zur selben Zeit in Süddeutschland, Spanien, Frankreich, Mexiko, Peru und anderen Ländern errichtet wurden. Unverkennbar orientiert sie sich am Prototyp aller Jesuitenkirchen: an der Kirche «Il Gesù» von Rom (www.chiesadelgesu.org). Das wundervoll lichtdurchflutete Luzerner Gotteshaus gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Es zieht die Touristenmassen aus aller Welt, welche in der Leuchtenstadt Halt machen, geradezu magisch an. Aber auch viele Menschen, welche in der Stadt oder in der Umgebung wohnen, suchen die dem Heilige Franz-Xaver geweihte Kirche auf; sei es, um hier alleine einige Minuten ruhig zu werden und zu beten, sei es, um einen Gottesdienst mitzufeiern. Zugleich ist die Jesuitenkirche bekannt für ihre gepflegte Kirchenmusik, für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen. Sie ist keine Pfarr-, sondern eine City-Kirche. In früheren Zeiten hatte sie als Kollegskirche des Jesuitengymnasiums gedient. Nach einer wechselvollen Geschichte, welche 1847 mit der Vertreibung der Jesuiten aus der ganzen Schweiz endete, ist seit Beginn des Jahres 2006 mit Pater Hansruedi Kleiber wieder ein Jesuit für die Liturgien und überhaupt den Betrieb an der Jesuitenkirche verantwortlich. Nachdem bereits bisher enge Beziehungen zwischen der Jesuitenkirche und den Theologie-Professoren der Hochschule Luzern bestanden, da diese regelmässig in der Kirche predigten, soll die Kirche nun auch als Universitätskirche dienen, weil Luzern vor kurzem eine Universität erhalten hat. Eben hat mit Pater Franz-Xaver Hiestand ein weiterer Jesuit seine Arbeit aufgenommen. Er wird als Hochschulseelsorger wirken. Die Rückkehr der Jesuiten nach Luzern ist mit gewissen Erwartungen verbunden. So soll die Jesuitenkirche Bewährtes weiter pflegen, aber auch vermehrt ein Zentrum für überpfarreiliche Dienste werden und neue Initiativen ermöglichen. Vor dem Hintergrund dieser Ziele wird die Zusammenarbeit mit der theologischen Fakultät sowie mit der Musikhochschule und dem «Lucerne Festival» weitergeführt. Neue Ideen in Bezug auf «Kirche und Kunst», Erwachsenenbildung und Tourismus-Seelsorge sind am Entstehen. Dafür braucht es allerdings weiteres Personal und Finanzen. Für die Gesellschaft Jesu bildet die Luzerner Jesuitenkirche eine hervorragende Plattform und ein Arbeitsfeld mit vielversprechenden Möglichkeiten. Dass dabei auch die von den Jesuiten gelebte und geförderte Spiritualität, welche nach Ignatius, dem Begründer des Jesuitenordens, «ignatianische Spiritualität» genannt wird, ihren Stellenwert erhält, ist selbstverständlich. So wurden im Jubiläumsjahr der Jesuiten 2006 bereits besondere Festgottesdienste gefeiert, Vorträge und Konzerte organisiert. Der Schriftenstand macht auf Literatur der Gesellschaft Jesu aufmerksam. Bald werden in der Kirche erstmals «Exerzitien im Alltag» stattfinden, und weitere Initativen werden folgen. Die Behörden des Kantons, der das Gebäude unterhält, und der Ortskirche bekunden für dieses Projekt «City-Kirche in Zusammenarbeit mit den Jesuiten» Interesse und Wohlwollen. Weitere Informationen unter: www.jesuitenkirche-luzern.ch Folgende Citykirchen werden von Jesuiten betreut: > Innsbruck, Jesuitenkirche > München, St.Michael > Paris, St.Ignace > Wien, Jesuitenkirche > Köln, Jesuitenkirche St.Peter
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